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Sa, 26. Apr 2014 17:30 Uhr
NLA Playoff-Finale 2013/14
RSV Weil : Genève RHC
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Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung. (14.04.2014)

RSV Weil steht im Finale

Rollhockeyteam schaltet RHC Uri in drei Playoff-Partien aus / Nach 2:3-Niederlage folgt 6:1-Sieg.

ROLLHOCKEY.Nationalliga A, Schweizer Meisterschaft Playoff-Halbfinale, Rückspiel: RHC Uri – RSV Weil 3:2 (2:1); Entscheidungsspiel: RHC Uri – RSV Weil 1:6 (0:5). Die Rollhockeyspieler des RSV Weil stehen erneut in den Endspielen um die Schweizer Meisterschaft. Allerdings benötigten sie dazu in fremden Hallen eine finale dritte Partie, um nach 2012 wiederum das Finale zu erreichen. Nach einer 2:3-Niederlage am Samstag im Rückspiel nutzten die Weiler am Sonntag ihren zweiten Matchball in Form eines 6:1-Erfolgs.

Allerdings bezahlten die Weiler ihren Einzug in die Playoff-Finalpartien in der Serie "Best of three" teuer. Denn ihr spanischer Torjäger Jorge Villamil Novoa wird in den ersten beiden Spielen gegen den Genfer RHC, der sich mit zwei Siegen glatt für die Finals qualifiziert und in den Playoffs bislang noch keine einzige Niederlage kassiert hat, gesperrt sein. "Das ist zwar ein bitterer Wermutstropfen", sagte RSV-Torhüter Daniel Dietrich. "Aber wir müssen das Beste daraus machen und erneut als geschlossenes Team auftreten." Novoa wurde nach einem Gerangel vor dem Tor von Uri in der 37. Minute mit der Roten Karte vom Platz gestellt, als ein gegnerischer Spieler seinen Stock einklemmte und er sich losriss.

Den folgenden Penalty nutzten die Gastgeber beim Stand von 5:1 für Weil indes ebenso wenig wie zwei weitere Direkte (auf der Gegenseite verschoss auch Weil zwei Penaltys) und eine vierminütige Überzahl. "Im Unterschied zum Samstag haben wir diesmal diszipliniert gespielt und unsere Chancen genutzt", resümierte Dietrich. "Zudem hat Ferran Guimera eine überragende Partie gespielt, bei ihm hat sich der Knopf gelöst."

In der zweiten Partie am Samstag gerieten die Weiler schon nach einer knappen Viertelstunde mit 0:2 ins Hintertreffen. Zwar schafften die Gäste vor rund 500 Zuschauern, darunter etwa 60 aus Weil, durch zwei Treffer von Jorge Villamil Novoa kurz nach der Pause den Ausgleich. Doch ausgerechnet der junge Spanier war kurz darauf dafür verantwortlich, dass die Weiler erneut in Rückstand gerieten. Zunächst vergab er einen Penalty nach dem zehnten Teamfoul von Uri (33.), und kurz darauf kassierte er nach einem Laufduell mit einem Gegenspieler an der Bande und einem vermeintlichen Foul eine Blaue Karte. Zwar scheiterte Imhof mit dem fälligen Penalty am Weiler Torhüter Daniel Dietrich, doch nutzten die Gastgeber danach die zweiminütige Überzahl zum 3:2-Siegtreffer.

RHC Uri – RSV Weil 3:2 (2:1)

Tore: 1:0 Patrick Greimel (8.), 2:0 Garrigo (14.), 2:1/2:2 Novoa (17./32.), 3:2 (34.).

RHC Uri – RSV Weil 1:6 (0:5)

Tore: 0:1 Werner (8.), 0:2 Guimera (11.), 0:3 Werner (13.), 0:4/0:5 Guimera (17./21.), 1:5 Gisler (28.), 1:6 Guimera (45./Penalty).

 

Nachwuchs gesucht!

 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (14.04.2014)

RSV rollt über den Umweg ins Finale

Überragend im entscheidenden Match: Guimera Ferran.   Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Überragend im entscheidenden Match: Guimera Ferran. Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr Uri. Wer sagt’s denn: Der RSV Weil hat mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch am gestrigen Sonntagabend den Einzug ins Playoff-Finale perfekt gemacht. Nach dem 7:1 in Spiel eins, musste Weil eine 2:3-Pleite im zweiten Match einstecken, ehe gestern erneut der Knoten platzte und Uri mit 6:1 in die Knie gezwungen wurde. Wie die Feuerwehr legte der Gast aus dem Nonnenholz los. Die nochmalige Anreise nach Uri hätten sie sich gerne geschenkt. Entsprechend motiviert ging der RSV auch zu Werke. Die Körpersprache passte und die Chancenverwertung war kaum zu toppen. Die Gastgeber wurden quasi überrollt. Marc Werner traf nach acht Minuten, Guimera Ferran nach 13, Werner wieder nach 15 und Ferran nach 17 Minuten ins gegnerische Netz. Jeder Schuss ein Treffer. Und weil es so schön war, legte Guimera nochmals nach. 5:0 nach 22 Minuten – besser ging es nicht. Der Drops war gelutscht, als es wenig später in die Halbzeitpause ging. „Da gab es keine Diskussion, wir waren diesmal hoch konzentriert und eiskalt“, freute sich Weils Keeper Daniel Dietrich, der schon mehr zu tun hatte als gestern. Das war am Samstag auch noch anders, als die zweite Begegnung in diesem Halbfinalduell mit 2:3 verloren ging. Uri kam besser ins Match, führte 2:0, ehe Weil in Person von Jorge Villamil zurückschlug.

Das große Problem war jedoch die Chancenverwertung. Die Weiler hatten genügend Möglichkeiten, auch nach dem 2:3 durch Imhof nochmals zurückzukommen, um das drittes Spiel zu vermeiden. Gestern ließ der RSV Weil keinen Zweifel daran aufkommen, nochmals nach den Schweizer Rollhockey-Sternen greifen zu wollen. Das war ein starker Auftritt. Die Weiler konnten es sich sogar leisten, in der zweiten Hälfte einen Gang zurückzuschalten. Man verwaltete das Ergebnis, ließ nur das 1:5 durch Roman Gisler zu. Ferran markierte dann nach 45 Minuten noch seinen vierten Treffer dank eines verwandelten Penaltys. Alles Eitel, Sonnenschein" Nein. Einen großen Wermutstropfen gab es dann doch: Der starke Spanier Jorge Villamil sah nach einem Gerangel vor dem Uri-Gehäuse die Rote Karte und wird dem RSV Weil in der Finalserie fehlen. „Vor dem Tor wurde sein Schläger festgehalten, daraufhin riss er sich los und traf einen Gegenspieler“, beschrieb Daniel Dietrich die Szene, die den Weilern gar nicht passte. Denn nun wartet einmal mehr der RHC Genf auf die Weiler im Finale um die Schweizer Meisterschaft. „Jetzt wollen wir mehr, das ist doch klar“, gibt sich der RSV-Keeper angriffslustig. Bislang sei Genf in den Playoffs nicht gefordert worden. „Wir wollen das ändern und dagegenhalten“, so Dietrich.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 14. April 2014 )