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Sa, 11. Apr 2015 20:15 Uhr
NLA Playoff-Rang 5. - 8. 2014/15
RSC Uttigen : RSV Weil
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Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung. (30.03.2015)

RSV Weil verpasst das Halbfinale

Rollhockeyteam verliert Viertelfinal-Rückspiel beim Montreux HC mit 2:5 / Dürftige Chancenauswertung / Jetzt um Platz fünf.       

1.  Endstation Viertelfinale heißt es für Co-Spielertrainer Samuel Wenger (links) und den RSV Weil.  Foto: Schön

ROLLHOCKEY Nationalliga A Schweiz, Playoff-Viertelfinale, Rückspiel: Montreux HC – RSV Weil 5:2 (1:0). Der RSV Weil wird erstmals in seiner Nationalliga-A-Zugehörigkeit eine Spielzeit nicht unter den ersten vier Teams abschließen. Nach dem knappen 0:1 im Playoff-Hinspiel zu Hause verlor der RSV auch das Viertelfinal-Rückspiel in der Westschweiz mit 2:5 Toren und verpasste damit den Sprung ins Halbfinale.Schon während der Qualifikationsrunde hatte sich abgezeichnet, dass die Kluft zu den Spitzenteams, die der RSV in den Vorjahren jeweils durch eine frappante Leistungssteigerung in den Playoffs überbrücken konnte, in diesem Jahr noch größer geworden war. 

Selbst auf den Playoff-Gegner Montreux, der einen Rang über dem fünftplatzierten RSV abschloss, wiesen die Weiler nach Ende der Qualifikationsrunde einen Rückstand von neun Punkten auf. Zahlreiche berufs- und krankheitsbedingte Absenzen von Stammspielern im Verlauf der Saison machten den Weilern, die sich im Gegensatz zur Konkurrenz vor der Saison keine Kader-Verstärkungen leisteten, zusätzlich zur häufig fehlenden Durchschlagskraft das Leben schwer.  

HCM profitiert vor dem 1:0 von Weiler Undiszipliniertheit 

"Als Ausrede dürfen die Ausfälle jedoch nicht zählen", macht der Weiler Torhüter Daniel Dietrich klar. "Wir haben im Gegensatz zu den Vorjahren auch weniger hart trainiert, und dann kommst du in einen Teufelskreis: Mit weniger Kondition bist du auch mental nicht so gut drauf und hast den ein oder anderen Aussetzer zu viel drin." Ausgerechnet Spielertrainer Enzo Lain leistete sich einen solchen in Montreux: Kurz vor dem Ende einer engen ersten Hälfte mit wenigen Chancen auf beiden Seiten, motzte Lain den Schiedsrichter an, der den Weiler Spielertrainer mit der blauen Karte bedachte. Die folgende Überzahl nutzte Montreux zur 1:0 Führung durch den Spanier Albert Soler (24.). Nach der Pause kam es noch dicker für den RSV, der in eigener Überzahl in einen Konter der Hausherren lief, den Adrian Boo Garcia zum 2:0 abschloss (29.). Zwei Minuten später traf Andreas Münger per direktem Freistoß nach blauer Karte gegen Jorge Villamil Novoa zur Vorentscheidung. Der RSV hingegen nutzte seine zwei direkten Freistöße, die er ebenfalls kurz nach der Pause zugesprochen bekam (28., 30.), nicht. 

"Ein Spiegelbild der gesamten Saison", stöhnte Dietrich. "Wir waren vorne insgesamt zu ungefährlich, und gegen starke Mannschaften wie Montreux rächt sich eine schlechte Chancenauswertung." Erst Max Bross brach mit seinem Schuss unter die Querlatte den Weiler Torbann. Einen schlechten Wechsel der Gäste und eine erfolgreich ausgespielte 3:1-Situation später war der Drei-Tore-Vorsprung der Westschweizer aber wiederhergestellt. Samuel Wengers Anschlusstreffer sowie Gaël Jimenez’ Tor ins verlassene Gehäuse, das Dietrich in der letzten Minute für einen fünften Feldspieler freigemacht hatte, waren nur noch Ergebniskosmetik. 

Das ungewohnte frühe Ausscheiden sei "für alle im Team natürlich eine große Enttäuschung", hält Dietrich fest. Jetzt müsse man in den verbleibenden Spielen um die Plätze fünf bis acht "trotzdem die Zähne zusammenbeißen und das Beste aus der Situation machen". Für den RSV steht am Samstag nach Ostern das erste Spiel beim Achtplatzierten aus Uttigen an. Ebenfalls im Modus Best-of-three wird ermittelt, wer gegen den Gewinner der Partie des Sechst- gegen den Siebplatzierten antritt und den fünften Platz ausspielt. Diese Platzierungsrunden hatten sich die Weiler in den ersten vier Jahren seit Einführung des Playoff-Modus jeweils durch den Einzug ins Halbfinale erspart, "dieses Mal müssen wir nun in den sauren Apfel beißen", sagt Dietrich.  

Tore: 1:0 Soler (24.), 2:0 Boo Garcia (29.), 3:0 Münger (31./direkter Freistoß), 3:1 Bross (31.), 4:1 Boo Garcia (38.), 4:2 Wenger (43.), 5:2 Jimenez (50./Ins leere Tor).

 

 Nachwuchs gesucht!

 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (30.03.2015)

RSV: Raus, ganz ohne Applaus

Am Ende fehlt bei Sirak Abraha & Co. die  nötige Durchschlagskraft vor dem Tor.    Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Am Ende fehlt bei Sirak Abraha & Co. die nötige Durchschlagskraft vor dem Tor. Foto: Mirko Bähr

Von Mirko Bähr Montreux. Schluss, Aus, vorbei: Der RSV Weil muss bereits im Viertelfinale um die Schweizer Rollhockey-Meisterschaft die Segel streichen. Nach der 0:1-Niederlage in Spiel eins der Serie gegen den HC Montreux setzte es im zweiten Match am Samstag auswärts eine 2:5-Pleite. Damit steht Montreux im Halbfinale. „Das passt zur Saison. Von Anfang an war der Wurm drin“, macht Weils Keeper Daniel Dietrich deutlich. „Die Enttäuschung ist groß, aber jeder ist sich bewusst, warum es nicht gereicht hat“, lässt Dietrich nach dem Spiel am Samstag wissen. Fest steht, die Weiler haben zum ersten Mal seit ihrem Wechsel in die Schweiz nicht die Runde der letzten Vier erreicht. „Jede Serie reißt einmal“, so der Schlussmann. Die neunte Saison des RSV in der Nationalliga ist damit die schwächste.

Es war wie so häufig in dieser Spielzeit, wenn die Weiler Rollhockeyaner gegen die vermeintlichen Spitzenteams der Liga antraten. Der RSV spielte gut mit, vergab aber vor dem gegnerischen Gehäuse beste Möglichkeiten. Beim zweiten Spiel dieser Best-of-three-Serie in Montreux hatten die Weiler gleich viermal die Chance, mit einem Penalty beziehungsweise direkten Freistoß einen Treffer zu markieren. Marc Werner verschoss den Penalty, Max Bross einen direkten. Jorge Villamils vergebener direkter Freistoß wurde wiederholt, aber auch im zweiten Anlauf brachte er den Ball nicht im Tor unter. Das war aber nur ein Grund für die Niederlage im Waadtland. Undiszipliniertheiten sorgten ebenso dafür, dass Montreux nach 24 Minuten auf die Siegerstraße gelangte. Ausgerechnet Spielertrainer Enzo Lain meckerte und sah von Schiri-Gespann Mark Lewis/Roland Eggimann die Blaue Karte. Das Überzahlspiel nutzte Albert Soler Gironés schnell zur Führung aus. Adrian Boo Garcia erhöhte in Minute 29 in Unterzahl auf 2:0. Zwei Minuten später war die Messe eigentlich schon gelesen, als Weils Jorge Villamil eine Strafe absitzen musste und zwei Sekunden nach der Hinausstellung Andreas Münger das 3:0 erzielte. Zwar verkürzte Max Bross im Handumdrehen auf 1:3, doch siebten Minuten später war der alte Abstand wieder hergestellt. Wieder schlug Adrian Boo Garcia zu. Samuel Wenger traf in der 43. Minute zum 2:4. Spannend wurde es aber nicht mehr. Weil agierte nämlich zunächst nach einer erneuten Blauen Karte für Lain in Unterzahl.

Eine Sekunde vor Schluss traf Gael Jimenez ins leere Tor. Die Weiler hatten Keeper Dietrich aus dem Gehäuse geholt, um mit einem weiteren Feldspieler nochmals alles zu riskieren. Für Daniel Dietrich war es ein „Seuchenjahr“, dem der RSV ausgesetzt war. Während andere Spitzenteams sich verstärkten, musste Weil zu Beginn auf einige Akteure aufgrund beruflicher Weiterbildungen verzichten. Zudem sei man konditionell nicht auf der Höhe gewesen. „Das Konditionstraining am Montag hat fast nie stattgefunden“, so Dietrich. Fehlende Fitness bringe Unkonzentriertheiten mit sich. Was sich vor dem Tor immer wieder bemerkbar gemacht habe. Auch in Sachen Disziplin ging es nicht immer tadellos zu. „Das alles summiert sich dann. So reicht es eben nicht zum Sprung unter die besten Vier.“ Nun geht es für die Weiler noch um Rang fünf im Endklassement. Nach den Osterfeiertagen wird diese Platzierung im Duell mit Uttigen ausgespielt. Keine einfache Aufgabe nach dem Abschied aus dem Titelkreis. „Das ist eine Charakterfrage“, so Daniel Dietrich.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 30. März 2015 )