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Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (21.11.2016)

Nicht zwingend genug

Max Bross und der RSV Weil sind vor dem gegnerischen Tor nicht gefährlich genug.  Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Max Bross und der RSV Weil sind vor dem gegnerischen Tor nicht gefährlich genug. Foto: Mirko Bähr

Ohne Punkte im Gepäck ist der RSV Weil aus der französischen Schweiz zurückgekommen. Beim HC Montreux unterlag die Mannschaft von Trainer Rainer Brinker mit 1:3 (1:1). „Die Leistung von uns war gut, aber der Gegner war einfach leicht besser“, resümiert RSV-Keeper Daniel Dietrich nach der ersten Saisonniederlage im vierten Spiel.

Montreux. Damit tauschten beide Teams die Plätze in der Tabelle. Die läuferisch und technisch sehr versierten Akteure aus Montreux grüßen nun von der Tabellenspitze, während Weil auf Rang zwei zurückgefallen ist.

Am Ende seien es Kleinigkeiten gewesen, die diese Partie der Nationalliga A entschieden hätten. So war zum einen das Glück auf Seiten der Hausherren. Beispielsweise dann, als bei einem Weiler Angriff der Ball nicht so von der Bande zurücksprang wie vermutet, die Gastgeber einen Konter fuhren und schließlich zum 2:1 einnetzen konnten. Zum anderen war Montreux vor dem gegnerischen Gehäuse einfach den einen Tick gefährlicher.

Die 100 Zuschauer bekamen in den 50 Minuten nur wenige hochkarätige Szenen vor beiden Tore zu sehen. Die Defensivreihen prägten das Match. „Beide Teams hatten wenig Chancen“, erinnert sich Dietrich. Die Weiler, die zuhause immerhin Double-Sieger Diessbach geschlagen hatten, waren diesmal wenig durchschlagkräftig. „Das war alles nicht zwingend genug, wir haben kaum für Gefahr gesorgt“, sagt der Keeper.

Der RSV begann gut, hatte mehr Ballbesitz, doch der erste Treffer ging auf das Konto des HCM. Tiago Ferreira traf mit einem verdeckten Distanzschuss nach 13 Minuten. Sechs Zeigerumdrehungen später aber die Antwort der Gäste. Alberto Garcia traf ebenfalls per Weitschuss. Fünf Minuten nach der Pause fiel das bereits angesprochene 1:2 aus Sicht der Weiler. Wieder war Ferreira erfolgreich. In Minute 39 entschied Arnau Bertran mit einer tollen Einzelleistung, einem Schuss unter die Latte und dem 3:1 die Begegnung.

„Wir haben verloren, natürlich sind wir enttäuscht. Die Leistung war aber gut, man kann wirklich niemandem einen Vorwurf machen. Und deshalb ist das auch kein Genickbruch. Für uns gilt es nun, den Mund abzuwischen. In 14 Tagen geht es gegen Uri weiter“, so Dietrich.

Tore: 1:0 (13.) Ferreira, 1:1 (19.) Garcia, 2:1 (29.) Fereirra, 3:1 (39.) Bertran. SR: Eggimann/Jordi. Z.: 100.

 


 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (11.11.2016)

Weil gelingt Revanche für Pokal-Aus

Jorge Villamil (links, am Ball) glänzt beim 5:2-Heimsieg gegen Diessbach als vierfacher Weiler Torschütze.  Foto: Bernd  Kohler Foto: Die Oberbadische

Jorge Villamil (links, am Ball) glänzt beim 5:2-Heimsieg gegen Diessbach als vierfacher Weiler Torschütze. Foto: Bernd Kohler

Auch im dritten Spiel der Qualifikationsrunde siegreich: Zumindest bis Samstag setzte sich der RSV Weil nach dem 5:2 (3:1)-Heimsieg am Mittwochabend gegen den RHC Diessbach an die Tabellenspitze der Schweizer Nationalliga A im Rollhockey.

Weil am Rhein. Auch gegen den Double-Meister präsentierten sich die Gastgeber gut aufgestellt und nahmen erfolgreiche Revanche für die Cup-Niederlage in Dissbach. „Ich habe auch heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen, so müssen wir weitermachen“, freute sich RSV-Coach Reiner Brinker nach dem Spiel. Sein Team wirkte wesentlich entschlossener und spritziger als die Seeländer, die offensichtlich noch den Europapokal-Fight vier Tage zuvor im italienischen Lodi in den Beinen hatten. Frustriert über den klaren Rückstand seiner Mannschaft, schaute sich Spielertrainer Kissling die Schlussminuten draußen aus der Distanz an.

Diessbach spielte über weite Strecken gut mit, nutzte aber seine Torchancen nicht. Pascal Kissling, seit Jahren Top-Torjäger in der Nationallkiga A, kam diesmal kaum zur Geltung, versuchte immer wieder vergeblich einen aufmerksamen Torhüter Daniel Dietrich mit Distanzschüssen oder mit dem altbekannten „Bauerntrick“ zu überwinden. Auch einen direkten Penalty brachte der Supertechniker kurz vor Halbzeit nicht am RSV-Keeper vorbei. Diessbachs Angreifer taten sich auch deshalb schwer, weil sich die Weiler Defensivkräfte recht zweikampfstark erwiesen, allen voran Felix Furtwängler. Haderten die Weiler beim 1:5 Pokal-Aus vor vier Wochen noch über ihre vergebenen Torchancen, so wurde diesmal ein wahres Feuerwerk vor Gaspar da Silvas Kasten abgebrannt. Der schnelle RSV-Stürmer Jorge Villamil überwand seinen spanischen Landsmann gleich vier Mal, einen Treffer steuerte ein spielfreudiger Alberto Garcia bei.

Auf keinen Fall überbewerten wollte Torwart Daniel Dietrich das klare Ergebnis: „Wir haben gegen einen heute erschreckend schwachen Gegner gewonnen. Auf jeden Fall hat aber auch unsere gute Saisonvorbereitung bisher Früchte getragen.“ Ein sicher größerer Prüfstein wartet auf die Brinker-Truppe im nächsten Spiel am 19. November in Montreux.

RSV Weil – RHC Diessbach 5:1 (3:1). – Tore: 1:0 (8.) Villamil, 2:0 (14.) Garcia, 2:1 (20.) Galan, 3:1 (22.) Villamil, 4:1 (32.) Villamil, 5:1 (33.) Villamil, 5:2 (49.) Arn. – Zuschauer: 120. – Schiedsrichter: Dornbierer (Frick), Graber (Vordemwald).

 


 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (24.10.2016)

Uttigen-Fluch besiegt

Erstes Spiel, erstes Tor: Marc Werner vom RSV.  Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Erstes Spiel, erstes Tor: Marc Werner vom RSV. Foto: Mirko Bähr

Das war ein echtes Ausrufezeichen des RSV Weil in der Nationalliga A. Am zweiten Spieltag behielt das Team von Coach Reiner Brinker mit 3:1 (1:0) beim Spitzenteam RHC Uttigen die Oberhand. „Wir sind als Einheit aufgetreten, das war der Schlüssel“, freute sich Weils Torhüter Daniel Dietrich nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.

Uttigen. Aus dem Dorf am westlichen Rand des Aaretals reisten die Weiler Rollhockeyaner zuletzt immer wieder als Punktelieferant ab. Gestern war das anders. „Es ist ein paar Jahre her, dass wir hier was geholt haben. Es wurde langsam aber sicher auch Zeit“, meinte Dietrich.

Der Berner in Diensten des RSV lobte nach der Schlusssirene vor allem die „gute Verteidigungsarbeit“. Es passte am gestrigen Nachmittag aber auch alles zusammen. „Wir haben von A bis Z eine reife Leistung gezeigt“, ließ er wissen. Und das gegen einen Kontrahenten, der in der Liga zu den Besten seiner Zunft zählt. „Das ist eine Spitzenmannschaft, die sind nur schwer zu schlagen.“

Es war vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung, die diesen doch eher überraschenden Erfolg in der Fremde erst möglich machte. „Wir sind als Team aufgetreten, das war wichtig und der Schlüssel zum Sieg. Klar, wir verfügen sicherlich über überragende Einzelkönner, aber das nutzt am Ende nichts.“

Diesmal verpennten die Gäste den Start nicht. Im Gegenteil. Weil war gleich auf der Höhe des Geschehens. „Es gab Phasen, in denen wir gedrängt haben, aber auch Phasen, wo Uttigen das Heft in der Hand hatte“, bemerkte. Eine Phase, die den RSV im Vorteil sah, wurde zur Führung ausgenutzt. Jorge Villamil schnappte sich den Ball hinter dem gegnerischen Kasten, vor nach vorne und fand mit seinem wuchtigen Schuss aus kurzer Distanz die Lücke - 1:0 nach 23 Minuten.

Nach der Pause erhöhte Marzio Vanina per indirektem Freistoß nach dem zehnten Uttiger Teamfoul auf 2:0 (34.). „Ganz souverän fand der Ball via Innenpfosten den Weg ins Netz“, schmunzelte Dietrich. Der hatte gut lachen. Er parierte in der Folge einen Freistoß. Nachdem die Weiler eine Unterzahl nach der ersten Blauen Karte für Villamil überstanden hatte, gelang Marc Werner in seinem ersten Einsatz in dieser Saison das 3:0 (43.).

Uttigen gab sich jedoch vor heimischem Publikum nicht auf und kam in der 47. Minute durch Timo Schertenleib zum 1:3. Jetzt wurde es nochmals turbulent, wie Dietrich feststellte. Aber mit Glück und Geschick verteidigte der RSV die Zwei-Tore-Führung. Die Weiler rangieren mit fünf Zählern aus zwei Spielen auf dem zweiten Tabellenrang.

Tore: 0:1 (23.) Villamil, 02: (34.) Vanina, 0:3 (43.) Werner, 1:3 (47.) Schertenleib. SR: Lewis/Novo. Z.: 138. Blaue Karten: Althaus (45./Uttigen), Villamil (40. und 45./Weil).

 


 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung. (18.10.2016)

Ein weinendes und ein lachendes Auge

RSV Weil gewinnt sein NLA-Auftaktspiel in Dornbirn mit 4:3 nach Verlängerung, gibt zuvor aber eine 3:1-Führung aus der Hand.

Vier Weiler Treffer, vier verschiedene Torschützen: Beim NLA-Auftakt netzte auch Jorge Novoa Villamil (rechts) für den RSV ein. Foto: Grant Hubbs

ROLLHOCKEY Nationalliga A: RHC Dornbirn – RSV Weil 3:4 n.V. (zok). Ein klein wenig war Daniel Dietrich, Rollhockey-Goalie beim NLA-Club RSV Weil, hin- und hergerissen. "Ein weinendes und ein lachendes Auge" hatte er nach dem 4:3-Auftaktsieg nach Verlängerung beim RHC Dornbirn. Weinend, denn Weil führte beim Aufsteiger bereits mit 3:1, kassierte in der Schlussphase aber den Ausgleich. Lachend, denn beim 2:3 waren die Gäste bereits beim neunten Teamfoul angelangt – das zehnte hätte Dornbirn einen Penalty beschert. "Das konnten wir aber vermeiden", sagte Dietrich und sprach nicht nur deshalb schließlich von einem "geglückten Saisonstart".

Sondern auch, weil in der Verlängerung zwei RSV-Neuzugänge für die Entscheidung sorgten. Ein schnelles Zusammenspiel zwischen Alberto Garcia und Sandro Moor führte zum Siegtreffer. Garcia hatte den Ball in der Abwehr abgefangen und den umgehend startenden Moor lanciert. Moor bewies, warum Trainer Reiner Brinker ihm großes Potenzial bescheinigte, sehenswert war seine Drehung samt Pass auf Garcia. "Er hat ein tolles Auge bewiesen und in den Lauf von Alberto gespielt", lobte Dietrich seinen jungen Teamkollegen. Der routinierte Garcia netzte zum 4:3-Sieg für Weil ein.

Schon beim 1:1-Ausgleich hatte der Neuzugang aus Basel seinen Schläger im Spiel gehabt und Felix Furtwängler vor dem gegnerischen Kasten bedient. Nur 65 Sekunden hatten die Gäste benötigt, um eine passende Antwort auf die frühe Dornbirner Führung zu geben. Zudem stellte Dietrich in der ersten Hälfte seine Klasse unter Beweis, indem er allen voran den zweiten der beiden direkten Freistöße des RHC bravourös abwehrte. Im zweiten Durchgang brachten Jorge Villamil und Marzio Vanina den RSV bis zur 40. Minute mit 3:1 in Führung. Die Hausherren bäumten sich jedoch noch einmal auf und glichen aus (47.).

Doch belohnten sich die Weiler mit dem Siegtor für eine gute Leistung, auch der Spielfluss wird beim RSV kontiniuierlich besser. Doch gilt es künftig, sich weniger Strafen einzuhandeln und unnötige Fouls zu vermeiden, wie Dietrich mahnt. Dann lachen künftig auch beide Augen.

Tore: 1:0 Lorenzo (5.), 1:1 Furtwängler (6.), 1:2 Villamil (38.), 1:3 Vanina (40.), 2:3 Kaul (45.), 3:3 Stefan Sahler (47.), 3:4 Garcia (54.). Zuschauer: 204.

 


 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (14.10.2016)

Jetzt müssen die Karten auf den Tisch

ESV-Torjäger Jorge Villamil ist in Dornbirn dabei.  Foto: Bernd Kohler Foto: Die Oberbadische

RSV-Torjäger Jorge Villamil ist in Dornbirn dabei. Foto: Bernd Kohler

Genug der Saisonvorbereitung und der Testspiele, jetzt müssen die Karten auf den Tisch. Für den RSV Weil steht das erste Qualifikationsspiel der Saison 2016/17 in der Schweizer Rollhockey- Nationalliga A am Samstag beim österreichischen Rekordmeister RHC Dornbirn auf dem Programm.

Weil am Rhein. Ein leichter Aufgalopp für die Südbadener? „Auf keinen Fall“, widerspricht Daniel Dietrich, „vielmehr ist die Liga ausgeglichener denn je, es wird viele enge Spiele geben.“ Der Torhüter des RSV verweist darauf, dass die Mannschaften in der NLA leistungsmäßig dichter zusammengerückt sind. Nicht wenige Clubs haben sich mit Südländern verstärkt. Auch der RSV hat mit dem 32-jährigen Spanier Alberto Garcia einen spielstarken Akteur an Land gezogen.

Gleich drei Südländer sind neu beim Aufsteiger Dornbirn, der mit Jesus Paris Gende auch einen neuen Trainer hat. Offensichtlich wollen sich die Vorarlberger nun im Schweizer Oberhaus dauerhaft etablieren, zumal dem Club in der Vergangenheit stets das Image einer Fahrstuhlmannschaft anhaftete. Die Weiler werden jedenfalls auf eine Mannschaft mit breiter Brust stoßen, denn mit dem 3:2 gegen Uri haben die Ösis im ersten Quali-Spiel bereits einen Saisonauftakt nach Maß hingelegt. Einen weiteren Erfolg hat sich die Mannschaft um den Ex-Weiler Dominique Kaul am Samstagabend zum Ziel gesetzt, denn wer will schon als Verlierer zum Dornbirner Oktoberfest.

Urlauber Bross und Soriano nicht dabei

Und die Werbetrommel wurde auch schon mal kräftig gerührt: Jeder Jugendliche, der mit einer Kuhglocke kommt, erhält ein Gratis-Lebkuchenherz.

RSV-Trainer Reiner Brinker registriert das alles gelassen: „Wir müssen da keine Angst haben. Sollte der Gegner aber unterschätzt werden, könnten wir in Schwierigkeiten geraten.“ Joel Montiel Soriano befindet sich im Urlaub, ebenso Mannschaftskapitän Max Bross, der auch noch im ersten Saisonheimspiel gegen Diessbach fehlt.

 


 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung. (12.10.2016)

Die Entwicklung vorantreiben

ROLLHOCKEY-ERSTLIGIST IM 11-PUNKTE-CHECK:Der RSV Weil will wieder ins vordere Feld der Schweizer Eliteliga vorstoßen. 

Weiler Kapitän und Leitfigur: Max Bross Foto: Grant Hubbs

ROLLHOCKEY Nationalliga A. In der Beletage des Schweizer Rollhockeys ist der RSV Weil eine feste Größe. Diesen Status will die Mannschaft auch in der neuen Saison untermauern.

1. Ausgangslage

Seit 2004 spielt der RSV Weil mittlerweile bei den Eidgenossen. In der letzten Saison folgte nach Platz sechs in der Qualifikation gegen Genf das Aus im Playoff-Viertelfinale. Nach dem Rückzug des RHC Basel umfasst die NLA in der neuen Runde nur noch neun statt zehn Teams.

2. Kommen & Gehen

Der Kader hat sich nur leicht verändert, ist qualitativ im Vergleich "ziemlich gleich", so Trainer Reiner Brinker. Sirak Abraha und Marc Werner pausieren – gerade letzterer ist für den Coach ein "Riesenverlust". Doch gewann der RSV in Alberto Garcia einen erfahrenen Neuzugang. Er wechselte mit Torhüter Julian Froese vom RHC Basel über das Rheinufer. Froese wie auch der junge Sandro Moor (RHC Vordemwald) bringen großes Potenzial mit.

3. Atmosphäre im Verein

Der RSV ist ein kleiner Verein, der Zusammenhalt dafür groß. "Das Kollektiv macht uns stark", betont Brinker. In der Schweizer Liga fühlen sich die Weiler wohl, einzig der Strafenkatalog des Verbandes, der den Teilnehmern auferlegt wird, stört die NLA-Vereine. Die Sanktionen seien unverhältnismäßig teuer. "Damit schadet man dem Sport eher", kritisiert Brinker.

4. Der Trainer

Reiner Brinker ist ein RSV-Urgestein, als Defensivspieler war er bei allen Titelgewinnen in Deutschland (viermal Meister, dreimal Pokalsieger) des RSV dabei, wechselte später hinter die Bande. Zwischenzeitlich zog er sich vom Posten zurück. Nachdem er merkte, dass sich die Lage festgefahren hatte, sorgte er selbst für frischen Schwung. Seit Dezember 2015 ist der 44-jährige Gipser und Stuckateur wieder Weiler Chefcoach.

5. Das Training

Die drei Einheiten in der Woche verteilen sich in der Regel zweimal auf Hockeyübungen unter Brinker sowie einem Konditionstraining unter Placido Davi. Die beiden Coaches stimmen die Pläne miteinander ab, variieren die Gestaltung je nach Saisonphase. Schuften die Spieler im Konditionstraining, setzt Brinker den Schwerpunkt am Folgetag auf die Taktik. Dann ist der Kopf gefordert, aber der Körper bekommt die nötige Regeneration.

6. Möglicher Spieler der Saison

Kapitän Max Bross ist beim RSV mit seiner Einstellung und seinem Kampfgeist ein leuchtendes Vorbild. Er wird weiterhin ein Eckpfeiler sein. Zugleich traut Brinker den talentierten Neuzugängen Froese und Moor einen Riesenschritt in ihrer Entwicklung zu.

7. Der Unterbau

Beim RSV soll allmählich etwas heranwachsen. Unter dem NLA-Team schlummert Potenzial, doch benötigt der Verein Zeit, um die Entwicklung voranzutreiben. Derzeit spielt die zweite Mannschaft in der Nationalliga C, der Weiler Nachwuchs in der Schweizer U-20-Eliteklasse.

8. Die treue Seele

Das RSV-Team ohne Goalie Daniel Dietrich oder Leitwolf Max Bross? Kaum vorstellbar. "Sie gehören dazu wie der Rollschuh zum Hockeyspielen", sagt Brinker.

9. Der Edelfan

Sie zählen zu den Unentwegten beim RSV: Peter Hartenfeller und Berti Lang. Jahrelang engagierte sich das Duo im Verein und steht Brinker & Co. noch immer jederzeit beratend zur Seite.

10. Unangenehmste Auswärtsfahrt

Auf die Fahrt nach Biasca könnte Reiner Brinker verzichten. Schon als Akiver spielte er nicht gern bei den Tessinern. Früher sei es dort auch mal unsportlich zugegangen. Die Halle ist zudem kalt und der Boden findet wenig Anklang.

11. Aussicht

Der RSV peilt zunächst das Heimrecht in den Playoffs an – einen Platz unter den ersten Vier. Primäraufgabe: Das Spielverständnis untereinander verfeinern, die Neuzugänge in das System integrieren. Dann kann Weil den Blick nach oben richten. "Wir zählen zu den stärksten Teams der Liga", sagt Brinker.

Auftakt: 15. Oktober RHC Dornbirn (A).
 
 

 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (04.10.2016)

Helm auf

Weils Keeper Daniel Dietrich und seine Teamkollegen bekommen es gleich mal mit einem harten Brocken zu tun. Foto: Bernd Kohler

Aus Fehlern wird man klug, sagt der Volksmund. Also, sagte man sich in der Rollhockeyabteilung des RSV Weil, eine so lasche Saisonvorbereitung wie im Vorjahr soll es diesmal nicht geben. Deshalb wurde beim einzigen deutschen Verein in der Schweizer Nationalliga A rechtzeitig mit der Vorbereitung begonnen, intensiv trainiert und in einigen Vorbereitungstests spieltechnische Varianten mit den Neuzugängen geprobt.

Weil am Rhein. Obwohl mit Sirak Abraha, Marc Werner, die sportlich kürzer treten wollen und Torhüter Jens Schumann (nur noch 2. Mannschaft) drei Akteure aus der A-Mannschaft nicht mehr oder nur noch bedingt zur Verfügung stehen, glaubt Mannschaftssprecher Daniel Dietrich, dass der Kader durch die Neuzugänge qualitativ stärker geworden ist. „Nur muss diese Qualität auf dem Spielfeld auch umgesetzt werden“, fordert der 34-jährige RSV-Torhüter, einer der Besten seiner Zunft im schweizerischen Oberhaus. Und noch etwas ist „Dänu“ Dietrich wichtig: „Wir müssen auf dem Spielfeld als Mannschaft auftreten, dann haben wir auch Erfolg.“

Keineswegs als Ergänzungen sondern vielmehr als Verstärkungen sieht Dietrich die drei Neuzugänge Julian Froese, Sandro Mohr und Alberto Garcia. Dem erst 18-jährigen Froese wird es zwar vorerst kaum gelingen, „Leitwolf“ Dietrich im Tor zu verdrängen, als Mitglied der deutschen Junioren-Nationalmannschaft kann das Nachwuchstalent aber bereits heute für positive Schlagzeilen sorgen.

Wie Froese kam Garcia vom inzwischen aufgelösten RHC Basel. Der 32-Jährige ist damit der dritte Südländer im Kader nach Jorge Villamil und Joel Montiel. Garcia verfügt über eine präzise Schusstechnik und soll die Abwehr stabilisieren.

Mehr Esprit innerhalb der Mannschaft verspricht sich RSV-Trainer Reiner Brinker von Sandro Moor, der vom Nationalliga A-Absteiger Vordemwald zu den Südbadenern wechselte. Mit zehn Toren in der vergangenen Qualifikation schaffte es der Zofinger immerhin in die Top Ten der Torschützenliste. Weiterhin Konditionstrainer ist Placido Davi, der nun zusätzlich auch das Amt des Mannschaftsbetreuers ausübt.

Möglicherweise wird Marc Werner nach einer „schöpferischen Pause“ bald wieder in den Kader rücken. „Das würde uns natürlich gut tun“, urteilt Coach Brinker über ein möglicherweise baldiges Comeback des aus seiner Sicht wohl schnellsten Rollschuhläufers der NLA.

Der Einstieg in die neue Saison hätte für den RSV Weil kaum schwieriger sein können. In der ersten Runde des Schweizer Cups wartet am Donnerstag (6.10./20.30 Uhr) Double-Meister RHC Diessbach. Das schwere Pokal-Los kommt aus Sicht von Daniel Dietrich gerade richtig: „Unmittelbar vor der Punktspielsaison ist das ein echter Härtetest und eine Standortbestimmung für uns.“

Das erste Qualifikationsspiel des RSV steht am 15. Oktober in Vorarlberg beim Aufsteiger RHC Dornbirn auf dem Programm, das erste Heimspiel wird am Mittwoch, 9. November, gegen Diessbach angepfiffen.

 


 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (29.09.2016)

Teamgeist muss besser werden

Trainer Reiner Brinker gibt die Marscroute für Joel Montiel und die RSV-Kollegen vor.   Foto: Kohler Foto: Die Oberbadische

Trainer Reiner Brinker gibt die Marscroute für Joel Montiel und die RSV-Kollegen vor. Foto: Kohler

Mehr Mannschaftsgeist statt Egotismus fordert der dienstälteste aktive Rollhockeyspieler des RSV Weil am Rhein, Daniel Dietrich, von seinen Teamkollegen. Der 34-jährige Schweizer und Torwart der Südbadener fiebert mit seinen Mannschaftskollegen der in Kürze beginnenden neuen Saison der Schweizer Nationalliga A entgegen.

Weil am Rhein. Was wird die neue Runde bringen? „Der Start soll auf jeden Fall erfolgreicher verlaufen als vor einem Jahr“, fordert Daniel Dietrich, unumstrittener Führungsspieler bei den Blau-Weißen. Damals erlebten Spieler und Verantwortliche des einzigen deutschen Klubs in der höchsten Schweizer Liga einen Saisoneinstieg, der schlechter kaum sein konnte. Nach langer Sommerpause fehlten aus unterschiedlichen Gründen immer wieder Spieler im Vorbereitungstraining. Testspiele gab es auch keine.

„Ein Einspielen oder situationsbedingte Spielzüge zu trainieren, das war lange nicht möglich, weil die Mannschaft ganz selten komplett im Training war“, kritisierte damals Trainer Reiner Brinker. Die Folge war, dass der RSV gerade noch den Sprung in die Playoffs schaffte. Ein erfolgreicher Endspurt dank eines außergewöhnlichen Kraftaktes, der wohl auch dafür entscheidend war, dass den Weilern schon in der ersten Runde gegen Genf die Puste ausgegangen war und ausschieden.

Das soll heuer nicht passieren. Daniel Dietrich verweist vor der in Kürze beginnenden Pokal- und Qualifikationsrunde auf eine bisher „durchwachsene Vorbereitung“: Beim Turnier in Remscheid gingen alle Spiele gegen deutsche Bundesligaklubs verloren. Das Zusammenspiel mit den Neuzugängen harzte noch. Wesentlich besser lief es dann beim Kyburg-Cup in Thun, wo weitere taktische Spielvarianten probiert wurden. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Trainer Reiner Brinker zufrieden. Noch einmal verbessert zeigte sich das RSV-Team wenige Tage später beim 8:2-Testspielsieg im Nonnenholz gegen den NLB-Klub Vordemwald, dem Ex-Verein des Weiler Neuzugangs Sandro Moor.

Von ganz anderem Kaliber ist der nächste Gegner des RSV, der in der ersten Runde um den Schweizer Cup am 6. Oktober beim Double-Gewinner RHC Diessbach antreten muss, der erneut zu den Mannschaften zählt, die in der Qualifikation ganz vorne erwartet werden. Unter die Top-Vier will der RSV Weil am Ende der Quali im nächsten Frühjahr. Wo die Mannschaft im Augenblick spielerisch angelangt ist, wird Trainer Brinker nach dem Auftritt in Diessbach sehen. Neun Tage später steht beim Aufsteiger RHC Dornbirn das erste Qualifikationsrundenspiel auf dem Programm. „Erfahrungsgemäß ist das erste Punktspiel nicht einfach“, sagt Daniel Dietrich, „wir sollten die Aufgabe aber lösen können.“

 


 

Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (14.06.2016)

Brinker bleibt und zwei Neuzugänge

Reiner Brinker coacht den RSV Weil auch in der kommenden Saison.  Foto: Mirko Bähr Foto: Die Oberbadische

Reiner Brinker coacht den RSV Weil auch in der kommenden Saison. Foto: Mirko Bähr

Weil am Rhein (mib/nod). Gute Nachrichten hat es dieser Tage beim RSV Weil gegeben. So wird Reiner Brinker die erste Mannschaft auch in der kommenden Saison 2016/2017 in der Schweizer Nationalliga A coachen. Brinkers Wirken seit seinem Einstieg im Laufe der vergangenen Saison war überaus erfolgsorientiert. Das hat die Verantwortlichen überzeugt. Brinkers Assistent in Sachen Kondition wird weiterhin Placido Davi sein.

Extern verstärkt wurde zwischenzeitlich auch der Kader für die anstehende Spielzeit. Alberto Garcia und Julian Froese streifen sich das Weiler Trikot über. Beide wechseln vom RHC Basel zum RSV. Der Schweizer Klub wird aufgelöst. Gut für den RSV war, dass Garcia wegen seiner Freundin, die hier berufstätig ist, die Grenzecke nicht verlassen wollte. „Alberto ist eine großartige Verstärkung für uns. Die große Stärke des Stürmers ist sein präziser Schuss“, wusste Teamsprecher und Stammtorhüter Daniel Dietrich zu berichten.

Mit Julian Froese hat sich ein vielversprechendes Talent dem RSV angeschlossen. Torhüter Froese zählt zum aktuellen Kader der deutschen Junioren-Nationalmannschaft. Er darf sich Hoffnungen auf die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften machen. Sie finden im Oktober dieses Jahres im schweizerischen Pully statt.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 2. Dezember 2016 )