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Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung. (07.04.2014)

RSV Weil öffnet Tür zum Finale

Rollhockeyteam beeindruckt beim 7:1-Kantersieg gegen RHC Uri im Playoff-Halbfinal-Heimspiel um die Schweizer Meisterschaft.

Wieder eine Torchance für den RSV Weil durch den dreifachen Torschützen Jorge Villamil Novoa (rechts) und Kapitän Marc Werner gegen die Uri-Akteure Jose Kellner Marinho (links) und Thomas Gisler. Foto: Dippel

ROLLHOCKEY. Nationalliga A, Playoff-Halbfinale: RSV Weil – RHC Uri 7:1 (2:0). Nein, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, nicht einmal eine Vorentscheidung. Allerdings haben die Rollhockeyspieler des RSV Weil die Tür zum Einzug ins Finale um die Schweizer Meisterschaft zumindest einmal aufgestoßen. Nach dem unerwartet deutlichen 7:1-Erfolg führen sie in der Playoff-Serie "Best of three" gegen den Tabellenzweiten der Qualifikation mit 1:0. Die endgültige Entscheidung fällt erst am nächsten Wochenende in Uri. Dann haben die Urner Heimvorteil. Zunächst am Samstag im Rückspiel, und falls die Gastgeber gewinnen sollten, auch in einem entscheidenden dritten Vergleich tags darauf an gleicher Stelle. Einen Vorgeschmack, was die Weiler dann erwartet, erhielten sie schon am Samstag. Denn unter den rund 300 Zuschauern in der Weiler Rollsporthalle waren ein Drittel begeisterte Fans des RHC Uri. Jene sorgten, in die Vereinsfarben schwarz und gelb gekleidet, für eine großartige Stimmung. Mit Luftballons, Trommeln, Fahnen, Schals und Sprechchören unterstützten sie ihre Mannschaft lautstark und frei jedweder Misstöne von der ersten bis zur letzten Minute. Den Weg zum Auswärtssieg sollten wappengemäß der Stierkopf und das auf einem meterlangen Plakat aufgedruckte Motto weisen: "Los Jungs!"

Schnelle Führung durch Spanier Jorge Villamil Novoa

Die Gäste hielten auch gut mit, doch waren die Weiler von Beginn an hellwach und bekamen die Partie zunehmend in den Griff. Dies umso mehr, als ein Distanzschuss des Spaniers Jorge Villamil Novoa, der von einem gegnerischen Spieler abgefälscht wurde, schon in der neunten Minute die Führung bedeutete. In der Folge versäumten es die Einheimischen aber, den Vorsprung auszubauen, auch wenn Uri bei Kontern gefährlich blieb. Reihenweise scheiterten sie bei zahlreichen Chancen am starken portugiesischen Gästekeeper Ricardo Figuereido. Kurz vor der Pause brach Max Bross den Bann, als er einen von Figuereido abgewehrten Schuss des RSV-Kapitäns Marc Werner per Direktabnahme aus extrem spitzem Winkel zum 2:0 in den oberen Torwinkel schnippte. "Da habe ich nicht lange nachgedacht, das war reiner Instinkt", freute sich Bross später.

Auch nach dem Wechsel blieben die Weiler aufmerksam und setzten Uri weiterhin unter Druck. "Wir haben in der Kabine gesagt, dass wir weiter dran bleiben müssen, das hat das Team hervorragend umgesetzt", bilanzierte Spielertrainer Enzo Lain, der erneut nur als Coach fungierte, zufrieden. "Das Team hat stets die Ruhe bewahrt, auch als einige Chancen vergeben wurden, und hat einfach weitergespielt." Und Torhüter Daniel Dietrich, der erneut fehlerlos agierte und gleich drei Penaltys abwehrte, zweimal gegen Patrick Greimel (36.) und einmal gegen Thomas Gisler (46.), lobte: "Die Art und Weise unseres Sieges war schon beeindruckend."

Sascha Wörner gelingt ein echter Hattrick

Kurz nach der Pause machte Sascha Wörner mit einem echten Hattrick binnen vier Minuten alles klar. Zunächst hämmerte er den Ball gleich zweimal aus vollem Lauf am kurzen Torpfosten an Figuereido vorbei, und wenig später überwand der Weiler auch dessen Nachfolger Marcel Greimel schon mit dem ersten Schuss. Der Rest war Formsache gegen resignierende Gäste, wobei auch Novoa sein Torkonto auf drei erhöhte und zudem einen Penalty vergab. Am Ende stand der höchste Weiler Saisonsieg in einer überaus fairen Partie, die im Italiener Gianni Fermin und Franzosen Julien Nicole starke Schiedsrichter besaß und allen RSV-Akteuren Spielzeit bot.

Indes wissen Lain und Dietrich auch: "Gewonnen ist noch nichts. Das war erst der erste Schritt, wir müssen jetzt noch einmal auswärts gewinnen, um ins Finale zu kommen." Doch zeigt sich Wörner zuversichtlich: "Jeder von uns weiß den Sieg richtig einzuschätzen: Wir haben aber gezeigt, dass wir in der Lage sind, in den Playoffs den Schalter umzulegen."

Tore: 1:0 Villamil Novoa (9.), 2:0 Bross (22.), 3:0/4:0/5:0 Wörner (29./31./33.), 6:0/7:0 Villamil Novoa (35./41.), 7:1 Manuel Gisler (50.).



Letzte Aktualisierung ( Freitag, 11. April 2014 )