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Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Weiler Zeitung. (22.04.2013)

"Das ist Magie, die Magie des RSV"

Peng! Der RSV Weil hat im Playoff-Halbfinale für eine kleine Sensation gesorgt.

Gegen den großen Favoriten RHC Genf ging es bis in die Verlängerung, ehe Max Bross den 7:6-Erfolg in Spiel eins perfekt machte. Bis dieser Sieg vor gut 300 Fans in der Weiler Rollsporthalle feststand, ging es für alle Beteiligten auf Achterbahnfahrt. Dass der RSV eine Mannschaft ist, die, wenn es darauf ankommt, voll bei der Sache ist und es gegen jeden Gegner aufnehmen kann, das wurde einmal mehr am Samstag deutlich. Eine echte Energieleistung lieferte die Lain-Equipe gegen den Titelanwärter Nummer eins ab und durfte nach nervenaufreibenden 53 Minuten verdient jubeln. "Wir wissen, dass wir gegen Genf eine super Leistung an den Tag legen müssen, um eine Chancen zu haben. Heute haben wir immer an den Sieg geglaubt, sind immer dran geblieben", freute sich Coach Enzo Lain. Ein Extralob verteilte er an Marvin Sütterlin, dem jungen Keeper im RSV-Kasten ("ein gutes Spiel von ihm"), sowie Jorge Villamil, Marc Werner und Max Bross, die praktisch die gesamte Partie durchspielen. "Es haben alle alles gegeben", jubelte Lain.

Es war einmal mehr ein echtes Herzschlagfinale mit RSV-Beteiligung. Beide Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Die Gäste sorgten in der Offensive für jede Menge Gefahr, während die Weiler mit Mut und noch größerem Willen dagegen hielten. Mit viel Ballbesitz wollte der RSV den Druck der Genfer etwas eingrenzen, das gelang zum Teil richtig gut. Dennoch sind solche Leute wie Federico Garcia-Mendez, der viermal traf, nicht auszuschalten. Immer wieder kam Genf im Handumdrehen zurück, so nach dem Treffer von Bross in der 24. Minute zum 2:1 oder Jorge Villamils Tor zum 4:3 (31.). Aber auch die Weiler gaben nie auf. Marc Werner glich die Führung von Pedro Batalha (13.) nach 21 Minuten aus und war nach Garcia-Mendenzs Tor zum 2:3 (26.) nicht einmal eine Minute später beim 3:3 zur Stelle. Es ging hin und her, rauf und runter. Die Achterbahnfahrt fand ihren Höhepunkt dann in der letzten Spielminute. Sirak Abraha sorgte mit seinem hart erkämpften 6:5 47 Sekunden vor dem Ende für Jubelstürme im Nonnenholz. Doch die Genfer resignierten nicht. Kaum war der Name des Weiler Torschützen durchgesagt, jubelte Genf. Garcia-Mendez hatte abgezogen und 24 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit eingenetzt " 6:6.

Unglaublich. Es ging in die Verlängerung. Und auch die Teamfoulstatistik war ausgeglichen: 14:14. Jedes weitere Foul hätte einen Penalty bedeutet. Spannung pur also. Der erste Treffer bedeutete nun die Entscheidung. Dickes Kompliment an den RSV. Wie die Jungs diesen Last Minute-Treffer, der den fast schon sicher geglaubten Triumph zunichte machte, wegsteckten, verdient Anerkennung. Drei Minuten waren in der Extrazeit gespielt, als sich Max Bross vor dem Kasten der Genfer in Szene setzte, sein Herz in die Hand nahm, sich drehte und einfach drauf knallte. Toooorrrr! Wenige Sekunden später wurde er von einer Horte begeisterter Mitspieler und Fans begraben. "In Thun ging es in Spiel drei in die Verlängerung, 14:14 Teamfouls hieß es auch da. Da meinte Marc Werner, dass man ihm den Ball geben sollte, er werde das entscheidende Tor machen. Und so war es dann auch. Heute habe ich zu Marc und den anderen gesagt, dass ich das verdammte Ding rein mache. Das ist Magie, die Magie des RSV", jubelte der Matchwinner auf Seiten der Weiler, die in der Serie mit 1:0 führen und am kommenden Wochenende in Genf einen weiteren Sieg brauchen, um für die große Sensation zu sorgen. Dem RSV jedenfalls ist in der entscheidenden Phase der Saison einmal mehr alles zuzutrauen.



Letzte Aktualisierung ( Freitag, 26. April 2013 )